8. August 2002
Sepp Kern wünscht sich mehr ehrliche Musik
Tour durchs Steirische Weinland
Graz, 10 Uhr
In der Früh hören wir von der Hochwasserkatastrophe in Ober- und Niederösterreich. Unfassbar! Hier in der Steiermark hat der Himmel seine Schleusen nicht geöffnet. Man schämt sich beinahe, dass es hier sonnig und niederschlagsfrei ist.
Wir holen unser Treffen mit Professor Sepp Kern heute nach. Der steirische Parademusikant begrüßt unser Vorhaben, life aus dem Steirischen Weinland zu berichten und freut sich, dass wir für unser Publikum Musik sowie die Schönheiten und Spezialitäten des Landes aufspüren.
Über die derzeitige Situation der volkstümlichen Musikszene äußert sich der Kern Bua kritisch. Es sei viel zu viel Technik im Spiel, der Aufwand viel zu groß, was bei einigen Musikgruppen direkt in den Schuldenberg führe. Daneben gibt es noch ehrlich spielende Musikanten, denen aber von den Produzenten und den Medien viel zu wenig Beachtung geschenkt wird. So haben sie keine Chance, nach oben zu kommen. Das Fernsehen wiederum setzt nur auf Bekannte und schon Erfolgreiche. Das ist laut Professor Kern eine schlechte Entwicklung. Gerade deshalb setzt die steirische Volksmusiklegende viel Hoffnung in das –Programm der Musikplattform ‚derfranz’.
Im nächsten Jahr stehen Sepp Kern zwei Jubiläen ins Haus: 55 Jahre Kern Buam und der 70. Geburtstag des Meisters selbst. Ehrensache, dass wir bei den Feierlichkeiten dabei sein werden.
Foto: Sepp Kern im Gespräch mit Franz Waclavicek
Geschrieben und übertragen mit Lifebook B-2547 mit Bloetooth von
FUJITSU SIEMENS COMPUTERS
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